Click here to break from frames(if any) and always nevigate from the bottom

rabi_2.jpgRabindranath Thakur ( Tagore in der anglosächsischen Schreibweise) wurde
am 7. Mai 1861 (am 25.Tag des Monats
"Baisakh" im bengalischen Jahr 1268) in
Kalkutta, Indien, geboren. Am 7.August
1941 starb er in der gleichen Stadt.

In seinem Leben, und so auch in seiner Kunst, warTagore ein ständiger Reformer, der in seiner Lyrik dauernd neue Formen und Stile schuf. Er bewirkte grundsätzliche Veränderungen in der bengalischen Vokal-musik und führte neue
Formen der Bühnen-spiele, der Opern und
der Ballet- Darbietungen in Dramen in bengalischer
Sprache ein. In seinen Essays behandelte er vielfältige Themen, von Kinderreimen bis zu den Naturwissenschaften.



In seinen zahlreichen Zeichnungen und Gemälden entwickelte er einen ganz persönlichen Stil

Vor allem erweiterte er die bengalische Sprache in ihrer Vielfalt und führte die bengalische Sprachlandschaft ins Moderne. In der bengalischen Literaturgeschichte werden mit Recht die Zeit seiner Werke und seiner
Wirkungen auf derzeitige bengalische Literatur als Rabindrik-Ära zitiert.

Geboren in der berühmten wohlhabenden Tagore-Familie, in einer passenden kongenialen Atmosphäre, hatte er seit seiner Kindheit die besten Möglichkeiten alle Sparten des orientalischen Wissens und der Kunst, der schöngeistigen Literatur und Musik kennenzulernen und zu genießen. Schon als Jugendlicher, mit einem Alter von etwa 16 Jahren, fing er an, Gedichte in bengalischer Sprache zu schreiben.

Durch Reisen in viele Länder und Kontinente der Welt konnte er sein universelles Wissen und seine Ideen mit einem breiten Spektrum unendlich erweitern. Als anerkannter Dichter war sein Leben reichlich gefüllt mit Literatur. Als Philosoph, wegen seiner Betrachtungsweise und Gedanken, war er ein naturliebender Mystiker. Das Gesamtwerk von Tagore beinhaltet alleine fast 60 Gedichtbände, außerdem zahlreiche Kurzgeschichten, Romane, Aufsätze, Reiseberichte, Dramen, etc...
Mehr als 2000 Lieder schrieb er und die zugehörigen Melodien komponierte er größtenteils selber.Im Alter von 70 Jahren begann er dazu noch zu zeichnen und zu malen. Seine Bilder spielen in modernen kontemporären indischen Malerei eine besondere Rolle.

Großteils seines Lebens wohnte Tagore in der Nähe von Bolpur, in einer dörflichen Gegend von Birbhum, West-Bengalen, in einer typischen Naturlandschaft, und nannte sein Wohnort: Shantiniketan(der Ort des Friedens). Hier gründete er 1901 eine Schule ganz nach seiner eigenen Vorstellung: die "Viswabharati".Basierend auf indischen alt bewährten Traditionen und Werten sollte hier ein universeller, weltoffener Mensch entstehen. Dazu wurden auch europäische Schüler und Lehrer eingeladen. Eine besondere Art von Ausbildungsstätte sollte sich hier entwickeln mit engem Kontakt zur Natur und zur Erde.Bis heute ist diese Schule, seit 1921 zur Viswa-Bharati Universität erweitert, als eine besondere Einrichtung für den Gedanken-und Kultur-austausch zwischen Lehrern und Schülern von Okzident und Orient bewertet.

Rabindranath Tagore erhielt 1913 als erster nicht-europäischer Dichter den Nobelpreis für Literatur für sein Gedichts-Buch "Gitanjali"(Hohe Lieder); es war damals die einzige Übersetzung in die englische Sprache von dem Dichter selbst. Danach wurde er für einige Jahre, für das bürgerliche Europa im elitären und intellektuellen Kreis, wie eine Kultfigur, ein Fluchtpunkt in einer schwierigen Zeit betrachtet.

Tagore wurde 1915 von der englischen Monarchie der "Ritter" Orden verliehen. Nach dem Amritsar-Massaker(Jalianwalabag) 1919, als Protestaktion gegen die dort verübte Barberei der Armee und der Polizei unter englischer Herrschaft, als Zeichen der Solidarität mit der unterdrückten indischen Bevölkerung, gab er den erwobenen Ehrentitel "Sir" ab und den Orden zurück.

 

Home Der klassische Tanz in Indien Bharatnatyam and Kuchipudi Odissi and Manipuri Kathak and Kathakali
Rabindranath Tagore Tagore in Deutschland Seite 1 Die Gedichte aus "Gitanjali" Links thanks
Tagore in Deutschland Seite 2

Copyright©  1999-2001; Meera Chakraborty