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Bharata Natyam

Der älteste Tanzstil Bharata Natyam wird nach Bharata, dem legendären Verfasser des Natyashastra, genannt. Diese Tanztradition wird vor allem in den südöstlichen tamil-und telegusprachigen Region Indiens gepflegt.

In der Grundhaltung steht die Tänzerin mit nach auswärts gekehrten Füssen, die Fersen nahe beieinander, die Knie gebeugt, die Innenseite der Schenkel nach außen gekehrt. Bei der Beinarbeit wechseln verschiedene Positionen des Fußes einander in rascher Folge ab, während die Grundhaltung beibehalten wird. Nur ausnahmsweise wird auch eine völlig aufrechte Haltung eingenommen. Der Rumpf bleibt beim Tanz gerade, die Wirbelsäule wird nicht gebeugt. Gerade Linien, Diagonalen und Dreiecke sind die Grundmuster für die Choreographie der Tanzschritte.

Begonnen wird mit dem Alarippu ("Aufblühen der Knospe"), einem reinen Tanz ohne Melodie, in dem die Tänzerin langsam ihre ganze Kunst entfaltet. Es folgt eine weitere Sequenz reiner Bewegungen, die Jatisvaranam heißt. Hier warden die Noten einer Melodie in einem bestimmten rhythmischen Zyklus(Tala) interpretiert. Der dritte Tanzteil, Shabdam ("Wort,Ton"), führt das Mienen- spiel ein. Der Zuschauer bekommt so einen ersten Eindruck von der Gestaltungskraft der Tänzerin auf diesem Gebiet. Es folgt Varanam ("Farbe") der schwierigste Teil des Tanzes. Thema des Varanam ist die göttliche oder menschliche Liebe mit all ihren Freuden und Sehnsüchten. Die Tänzerin muß hier den drei Phasen Pallavi, Anupallavi, und Charanam der musikalischen Komposition folgen. Die dritte Phase -Charanam, steigert sich zu einem Crescendo, wobei der Sänger, die Melodie zunächst nach den Noten der Tonleiter und dann mit den Worten des lyrischen Textes singt und die Tänzerin beides interpretiert. Die Vorstellung endet mit Tillana- einem reinen, sehr schnellen rhythmischen Finale. In diese obligatorische Sequenz warden lyrische Kompositionen ,Padam ("Fuß"),eingefügt, die von der Tänzerin durch Handgesten und Mimik dargestelt werden.

 

 

Kuchipudi


Ein Bharatanatyam verwandter Tanzstil, stammt aus dem Bundesstaat Andhra Pradesh im Südosten Indiens. Er hat sich zu einer Solotanzform aus dem Tanz Bhamakalapam entwickelt. Charakteristisch für den Kuchipudi ist das äußerst virtuose Bewegungsrepertoire: Zu den Besonderheiten zählen ein artistischer Tanz auf einem Messingtablett, auf dem der Darsteller zu einem "Mohana" (Verblendung) genannten Raga bis fünfunddreißig rhythmische Variationen entwickelt, oder ein Tanz mit brennenden Lichtern, die der Akteur auf Kopf und
Händen balanciert.

Das Repertoire beginnt mit einem Stück, das "Pushpanjali" (Blumenopfergabe) genannt wird. Es folgen weitere Stücke, die entweder eine Melodie oder ein Gedicht zur Grundlage haben. Die Darstellung der zehn "Avatars"(Inkarnationen) Vishnus ist bei den Tänzern besonders beliebt. Eine andere ist die Geschichte von Satyabhama, der zweiten Frau Krishnas.

 

 

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